Büro des Ministers of Foreign Affairs

  • Der Sohn des vernischen Königs und Repräsentant der Krone auf den Mathildischen Inseln fragt nach einem Gesprächstermin an.

    His Ryal Heichness

    Prince Lachlan o Verness,

    Duke o New Kirkmont, Earl o Sterling an Younger o MacSterling

    Major-general an Chief o Staff o HSH Armed Forces

  • Da wären wir, Sir. Kann ich Sie für ein Tässchen Kaffee oder eine cup of tea erwärmen? Wir haben auch Moimoi hier. Hausgemacht, versteht sich.

    Minister of Foreign Affairs
    of theRepublic of West Nerica

  • Bereitet den täglichen Papierkrieg für Umuto vor. Dringende Angelegenheiten kommen rechts auf den Schreibtisch, unwichtige links. So wie jeden Tag.

  • Beim Laufen ins Büro antwortet Zauna.


    Sie war die Tochter des Königs. Ein Wort von ihr und ihr Papa hätte Sie wegen Steuerhinterziehung, dem Rauchen von Fischstäbchen oder sogar dem Trinken von wildgurkenhaltigem Wildgurkenbier einkerkern können. Er ist der König...


    ...und ich bin Rose. Nennen Sie mich ruhig Rose, Sir. Ja und das hier. Das ist das Büro.

    Oh und Beju ist auch schon aufgetischt. Wie praktisch. Endlich tut mal jemand hier seinen Job.

  • Oh, keine Sorge. Unser König ist ein gütiger König. Gut, er hält es mir manchmal vor, dass ich mich heimlich im Schloss mit seiner damals minderjährigen Tochter getroffen und sie geschwängert habe... Aber er erkennt meine Dienste für unser Land auch an, hat mich mehrfach ausgezeichnet und ist zudem unheimlich stolz auf seine Enkeltochter.

    Aber ich bin beeindruckt davon, wie gut Sie sich mit meinem Heimatland auskennen,... Rose :) Nennen Sie mich einfach "Lordi", das tun die meisten.


    Er schaut sich im Büro um und lächelt die Ministerin an


    Ein wirklich gemütliches Büro haben Sie hier. Und tatsächlich steht Beju bereit! Ich bin rundum begeistert!

    Ist bei Ihnen alles in Ordnung? Sie wirken so, als habe das unerwartete Treffen mit Ihrer Verwandtschaft Sie ein wenig aus dem Konzept gebracht.

  • Ein wirklich gemütliches Büro haben Sie hier. Und tatsächlich steht Beju bereit! Ich bin rundum begeistert!

    Ist bei Ihnen alles in Ordnung? Sie wirken so, als habe das unerwartete Treffen mit Ihrer Verwandtschaft Sie ein wenig aus dem Konzept gebracht.

    Ehm was? Das hier?


    Sie sind sicher größere Empfangshallen gewohnt. In Nercia ist man etwas beschiedener. Wir prahlen nicht gerne.


    Bafundi deutet auf den Tisch und bietet ihrem Gast einen Stuhl an.


    Mein Neffe. Ja, das war unerwartet. Taucht einfach so auf. Die Welt ist klein, isn't it?

    Minister of Foreign Affairs
    of theRepublic of West Nerica

  • Thank you :)


    Nachdem er sicher gestellt hat, dass die Damen sich auch setzen, nimmt er auf dem Stuhl Platz


    Und wissen Sie was? Ich mag das sehr. Andere Staaten bauen protzige Gebäude, richten sich piekfein ein und erschaffen eine Scheinwelt, um zu blenden. Das ist hier nicht der Fall.


    Ich muss schon sagen - ich bin beeindruckt. Der Markt war ein Erlebnis, Ihr Büro ist so herrlich ehrlich und Sie beide sind ein ungewöhnliches, aber hervorragendes Team. Und Ihr Neffe schien auch sehr nett zu sein - ja, die Welt ist unglaublich klein, da stimme ich Ihnen zu.


    Mit einem kurz abwesenden Blick denkt Reis über die Pause nach "Ich bin verdammt gut" nach. Bisher kann er das unterschreiben.

  • Es freut mich, dass Sie es so sehen, Sir. Die Schätze Nericas sind oft schwerer zu entdecken als auf anderen Kontinenten. Aber sie sind da. Leider vergessen das viele der Damen und Herren in den Palästen Anticas gerne.


    Das ist in etwa so wie mit meinem Neffen. Außen eher hart, aber innen drin, da ist er noch der kleine verspielte und herzensgute Junge von früher. Es ist nur schwer für Frauen das zu erkennen. Schade eigentlich. Kleine Kinder in der Familie wären doch so wunderbar.


    Schneidet den Happen aus ihremBeju.


    Essen Sie, essen Sie! Die Kokosnuss mit den geriebenen Cassava Wurzeln schmecken besonders lecker wenn sie noch warm sind.

    Minister of Foreign Affairs
    of theRepublic of West Nerica

  • Hat sich ebenfalls an den Tisch gesetzt und isst elegant den ersten Bissen.


    Danke für das Kompliment, Lordi. Wir tun unser bestes mit den begrenzten Mitteln die wir haben.

    Sorgfalt und Vorbereitung sind ja aber Gott sei Dank keine Sache des Geldes, nicht wahr?

  • Nickt zustimmend während sie kaut.


    Wir sollten auch über's geschäftliche Reden. Sagen Sie Mister Reis, was bin ich Ihnen eigentlich für das wildgurkenfreie Wildgurkenbier schuldig?

    Minister of Foreign Affairs
    of theRepublic of West Nerica

  • Er schneidet sich auch einen Bissen ab und probiert den Beju.


    Schuldig? Ich bitte Sie - das ist ein Gastgeschenk, als Zeichen unserer Dankbarkeit und als Grundlage für gute Gespräche.


    Lächelnd isst er noch ein paar Bissen.


    Sie haben nicht untertrieben. Es schmeckt wirklich sehr gut. Es geht nichts über ein gutes Essen in angenehmer Atmosphäre.


    Dabei schaut er Rose einen kleinen Moment länger an als Umuto - und mit einem etwas breiteren Lächeln.


    Aber ja, wir sollten auch über das Geschäftliche reden. Was wären die fünf Sachen, die Sie einem komplett unbelesenen Fremden sagen würden, um Westnerica zu beschreiben?

  • Well, thank you Sir. We do appreciate the gift.


    Lächelt ebenfalls und überlegt kurz bevor sie zu einer Antwort ansetzt.


    Der größte Unterschied ist wohl die Geschichte, nicht wahr? Nercia war nie sonderlich im Fokus der Weltöffentlichkeit. Die Hälfte des Kontinents ist heute noch in Besitz von Kolonialherren aus Antica. Was Nercia möchte spielt in den fernen Mamorpalästen im Norden doch kaum eine Rolle. Einige wenige Länder aber konnten sich befreien. Darunter West Nerica. Ja, wir haben nicht den Reichtum um überall mitzuhalten. Aber wir haben unseren Stolz. Wir sind frei und selbstbestimmt. Etwas, das nur wenige Menschen auf unserem schönen Kontinent von sich behaupten können.


    Das ist auch der Grund für viele unsere Eigenheiten. Die meisten Menschen in unserem Land lieben Besucher. Touristen sind willkommen. Geschäftliche Dinge dagegen sind schwieriger. Sie müssen eines in West Nerica verstehen, Mr Reis: Wenn so viele der eigenen Vorfahren auf Plantagen gearbeitet haben oder verschleppt wurden beeinflusst das einen Menschen.
    Sie würden Probleme haben Menschen zu finden, die für einen Chef mit weißer Hautfarbe arbeiten würden. Diese Dinge erinnern die Bürger West Nericas an die blutigsten und dunkelsten Momente ihrer eigenen Familiengeschichte.

    Bafundi nippt nachdenklich am Orangensaft.


    Es gibt aber selbstredend auch schönere Dinge als die Geschichte in West Nerica: Beispielsweise eine Kultur, die für viele Bewohner Anticas exotisch anmuten dürfte. Oder die besten Erdnüsse der Welt! Wussten Sie, dass in West Nerica fünf Erdnusssorten wachsen? Die in ihrer Lieblingsbar in Pottyland sind, mit Verlaub, nur Ausschussware dagegen!


    Ich würde mich freuen Ihnen ein paar Säcke an Erdnüssen mitgeben zu können. Wir bauen gerade eine Initiative auf um sie zu vermarkten.


    Umuto zieht ein Prospekt mit einem etwas zu kindlich wirkendem Logo hervor.


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    Wie auch immer. Auch unsere geologische Lage ist nicht von schlechten Eltern, that's for sure. Im Norden beginnen die ersten Ausläufer des tropischen Regenwalds während wir im westen Kokospalmen und weiße Sandstrände auf Kukum unser Eigen nennen dürfen. Der Osten ist dagegen weniger segensreich. Im Marketing würde man Ayos-Eboko vielleicht ein "El Dorado for sandboarders" nennen. In Wirklichkeit ist die Gegend unwirtlich, sandig und kaum einladend. Ich will Ihnen nichts vormachen, Mister Reis. Es ist selbst für Nericaner gefährlich sich dort aufzuhalten. Die willkürliche Grenzziehung und das unwegsame Gelände gepaart mit dem Mangel an Wasser sorgen noch heute, so viele Jahre nach Ende der Kolonialzeit, für soziale Spannungen. Innenpolitisch ist die Region eine einzige Katastrophe.


    Umuto zählt an ihren Fingern nach. Das waren vier Punkte. Fehlt noch einer...


    Erwähnenswert ist vielleicht noch unser Militär. Leider haben die Jahre der Fremdbestimmung auch radikalere Kräfte hervorgebracht. Weite Teile des Staatshaushaltes fleißen in den Ausbau der Landesverteidigung. Not a pleasant development, if you'd ask me. Aber erzählen Sie das den Generälen oder dem Prime Minister. Die ticken da leider wie ein Großteil der Bürger in West Nerica. Es mag verständlich sein. Wir dachten schon einmal, dass unser Land und unsere Menschen nichts zu fürchten brauchen. Dann kamen die Sklavenhändler mit Gewehren.

    Ich persönlich teile ich diese Angst nicht. Die Welt ist eine andere heutzutage. Aber wie das eben mit Angst so ist - mit Objektivität ist es schwer gegen starke Gefühle anzukommen.

    Minister of Foreign Affairs
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